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Fahren in der Gruppe

Eine Fahrradtour in einer Gruppe macht besonders Spaß, wenn im Vorfeld und bei der Tour einige Dinge berücksichtigt werden:

Bild: Pixelquelle.de

Fahren Sie immer mit Helm!

In anderen Ländern längst Pflicht, bei uns noch nicht. Fahren Sie bitte immer mit Helm. Radfahrer ohne Helm erleiden die schwereren Verletzungen. Damit aus der Vergnügungs-Radtour keine Horrortrip wird nochmal: Helm auf den Kopf! Abnehmen gilt nur, wenn Sie auf einem verkehrsfreien Feld- oder Waldweg bergauf kurbeln oder schieben.

Überschätzen Sie sich und Ihre Mitfahrer körperlich nicht! Weniger ist mehr!

Ungeübte und Gelegenheitsfahrern sind mit einer kurzen Tour von 30 Kilometern oft schon an der körperlichen Grenze. Leichte Anstiege fordern dann die letzten Energien.

Schwere Fahrer müssen an Steigungen erheblich mehr Hubarbeit verrichten und brauchen deshalb früher Pausen. 30 Prozent mehr Gewicht erfordern ca. 20 Prozent mehr Leistung. Deshalb:

Planen Sie rechtzeitig Pausen ein!

Diese geben Ihnen Gelegenheit, vom Rad zu steigen und andere wichtige Dinge zu tun, z.B. die Gegend und Kultur zu genießen oder sich mal zu strecken und zu dehnen, zu essen und zu trinken. Ein Halt zu Kaffee und Kuchen ist gar nicht schlecht um die Energiespeicher aufzufüllen und sich wieder wach zu machen für die nächste Etappe.

Fahren Sie gemütlich in Ihrem eigenen Tempo!

Vermeiden Sie es eine bestimmte Durchschnittsgeschwindigkeit fahren zu wollen. Dies setzt Sie und die Mitfahrer nur unter Druck. Ein solches geplantes Stundenmittel macht nur bei sportlich orientierten Gruppen Sinn. Lassen Sie schwächere Fahrer vorne fahren und das Tempo bestimmen oder vereinbaren Sie, wenn Sie zu mehreren sind, feste und verbindliche Treffpunkte.

Und denken Sie immer daran: Auch die letzten brauchen eine Pause.

Fahren Sie gezielt auf verkehrsarmen Straßen, Feld- Wald- oder Radwegen und meiden Sie viel befahrene Straßen. Diese erfordern eine ungeheure Aufmerksamkeit, speziell in der Gruppe, was das Unfallrisiko unnötig erhöht. Zudem kommt die Kommunikation zu kurz.

Fahren im Geschlossenen Verband

Besteht eine Gruppe aus mehr als 15 Radfahrern, gelten dafür die Regeln des „geschlossenen Verbandes“ und es dürfen immer zwei Radfahrer nebeneinander fahren. In Kreisverkehren oder beim Abbiegen sollten Sie dann zusammen bleiben und als geschlossene Gruppe durchfahren. Deshalb achten Sie bitte darauf, keine große Lücke aufreißen zu lassen, in die sich sonst Autofahrer zwängen könnten. Das bringt nur zusätzlichen Stress. Also Mut zeigen und am Hinterrad von Vordermann/- frau bleiben. Im Zweifelsfall natürlich lieber abreißen lassen und einen Unfall vermeiden.